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  • Wieviele Fahrstunden benötigt man und wieviele sind gesetzlich vorgeschrieben?

    Die Anzahl der benötigten Fahrstunden hängt von vielen Faktoren ab und kann deshalb nicht vorhergesagt werden. Massgebend sind sicher die folgenden Faktoren: Lernfähigkeit und Lerntempo, Konzentrationsfähigkeit, Kontinuität, negative Einflüsse welche die Konzentration beeinflussen, Kennen der Verkehrsregeln und der Abläufe im Strassenverkehr, technisches Verständnis, Anzahl sowie Art und Weise von privaten Lernfahrten. Ziel ist es, die Fahrschülerinnen und Fahrschüler zu befähigen, sich sicher im Strassenverkehr zu bewegen und sie gut auf die Prüfung vorzubereiten. An der Prüfung wird eine vorschriftsgemässe, sichere und flüssige Fahrweise erwartet. Bei der Kategorie B (Pw) besteht keine gesetztliche Regelung zur Anzahl Fahrstunden. 05.10.2013

  • Kann die Motorrad-Grundschulung auch in Form von Einzellektionen absolviert werden?

    Die Verkehrszulassungsverordnung sowie die Weisungen des ASTRA schreiben die Dauer, den Inhalt und den Aufbau der Motorrad-Grundschulung vor. Die Absolvierung der Grundschulung in Form von Einzelfahrstunden ist nicht zulässig. Details zur Durchführung sind unter Motorad- und Rollerausbildung zu finden. 31.08.2013

  • Darf man als Inhaber eines Lernfahrausweises der Kategorie A1 und eines Führerausweises der Kategorie B, nach Absolvierung der Motorradgrundschulung, das L-Schild entfernen und Personen mitführen, bevor durch die MFK der neue Führerausweis ausgestellt wur

    Auch wenn ein Inhaber der Kategorie B, den Führerausweis der Kategorie A1 nur durch Absolvieren der Grundschulung und somit prüfungsfrei erhält, haben, bis zur Ausstellung des neuen Führerausweises, die Regelungen für Inhaber eines Lernfahrausweises Gültigkeit. 31.08.2013

  • Wird die 2-Phasen-Ausbildung wieder abgeschafft?

    In letzter Zeit kursiert das Gerücht, dass der Führerausweis auf Probe, respektive die 2-Phasen-Ausbildung, wieder abgeschafft wird. Durch die BFU (Beratungsstelle für Unfallverhütung) wurde im Auftrag des ASTRA (Bundesamt für Strassen) die Wirkung der 2-Phasen-Ausbildung evaluiert. Die Studienergebnisse zeigen, dass die 2-Phasen-Ausbildung zwar der richtige Weg ist, jedoch gewisse Anpassungen notwendig sind. Die Abschaffung der 2-Phasen-Ausbildung, welche im Dezember 2005 eingeführt wurde, ist somit sehr unwahrscheinlich. 31.03.2013

  • Soll anlässlich der praktischen Führerprüfung anders oder langsamer gefahren werden, als anlässlich der Fahrausbildung?

    Sie haben anlässlich Ihrer Ausbildung - hoffentlich - immer versucht Ihr Bestes zu geben, um mit einer möglichst korrekten Fahrweise unterwegs zu sein, ohne im Verkehr ein Hindernis darzustellen. Was würde dafür sprechen, diese Fahrweise anlässlich der praktischen Führerprüfung zu ändern? Fahren Sie also so wie sie es in der Fahrschule gelernt haben. 14.03.2013

  • Stimmt es, dass sich der Experte / die Expertin an eine pro Tag oder pro Jahr vorgegebene Anzahl positiv oder negativ bewertete Führerprüfungen halten muss?

    Die Prüfungen werden objektiv bewertet und die Beurteilungen werden laufend auf einem Prüfungsrapport festgehalten. Nach der Prüfungsfahrt führt der Experte / die Expertin mit dem Kandidat / der Kandidatin ein Schlussgespräch. Bei einer nicht bestandenen Prüfung wird danach noch ein zweites Gespräch, im Beisein des Fahrlehrers / der Fahrlehrerin, geführt. Erfahrungsgemäss können die Kandidaten / Kandidatinnen die Bewertungen in den meisten Fällen nachvollziehen. Ist der Entscheid durch den Kandidaten / die Kandidatin absolut nicht nachvollziehbar, oder hat er / sie das Gefühl, dass sich der Experte / die Expertin nicht korrekt verhalten hat, so kann in schriftlicher Form Einsprache (gegen den Entscheid), respektive Beschwerde (aufgrund des Verhaltens) erhoben werden. Die Experten / Expertinnen stehen somit auch unter einer gewissen "Beobachtung". Bei wiederholt eingehenden Einsprachen und Beschwerden würde die kompetente Ausführung der Aufgabe des betroffenen Experten / der betroffenen Expertin hinterfragt werden und es würden entsprechende Massnahmen getroffen werden. Es kann somit ausgeschlossen werden, dass die Prüfungsresultate von einer zu erreichenden Statistik oder von der Lust und Laune des Experten / der Expertin abhängig sind. 14.03.2013

  • Stimmt es, dass ein Führerausweis auf Probe, bereits wegen einer geringeren Widerhandlung gegen das Strassenverkehrsgesetz entzogen wird, als ein unbefristeter Führerausweis?

    Die Kriterien, dass ein Führerausweis entzogen wird, sind bei einem Führerausweise auf Probe identisch mit jenen eines unbefristeten Führerausweises. Die Unterschiede liegen darin, dass beim ersten Entzug eines Führerausweises auf Probe, die Probezeit um ein Jahr verlängert wird und dieser bei einem zweiten Entzug definitiv verfällt und nicht mehr ausgehändigt wird. Nach einer Wartefrist von einem Jahr kann, nach Erhalt eines positiven verkehrspsychologischen Gutachtens, ein Gesuch um einen Lernfahrausweis gestellt werden. 14.03.2013

  • Roller mit gelbem Kontrollschild / Roller mit weissen Kontrollschild – wo liegt der Unterschied und welche Regelungen bestehen im Zusammenhang mit den Führerausweiskategorien und dem Mindestalter?

    Primär weil Motorräder mit einer Höchstgeschwindigkeit von 45 km/h im Strassenverkehr oft ein Hindernis darstellen und es in diesem Zusammenhang häufig zu gefährlichen Situationen kommt, schliesst die Kategorie F, welche zum Führen von Fahrzeugen bis 45 km/h (gelbes Kontrollschild) berechtigt, seit dem 01.04.2004, Motorräder und Kleinmotorräder aus. Die Fahrberechtigung für Motorräder und Kleinmotorräder wird somit nur noch mittels der Kategorien A (Motorräder) und A1 (Motorräder bis 125 ccm und mit max. 11 kW) geregelt. Eine kategorienbedingte Höchstgeschwindigkeit besteht dabei nicht mehr. Aus diesem Grund sind auf den Strassen immer weniger Roller mit gelben Kontrollschildern anzutreffen. Wird ein blauer Führerausweis, welcher, durch den Eintrag der (alten) Kategorie F, zum Führen von Fahrzeugen (inklusive Motorrädern) bis 45 km/h berechtigt, durch einen Führerausweis im Kreditkartenformat ersetzt, so wird, da der Inhaber / die Inhaberin durch den Umtausch keine Fahrberechtigung verlieren darf (Besitzstandswahrung), im neuen Führerausweis die Kategorie A1, mit dem Vermerk "45 km/h" eingetragen. Durch Absolvieren der 8-stundigen Motorrad-Grundschulung, kann die 45 km/h-Beschränkung entfernt werden lassen. Personen welche nur im Besitz der Kategorie B sind, können die Kategorie A1 durch Absolvieren der 8-stündigen Motorrad-Grundschulung prüfungsfrei erwerben. Das Mindestalter beträgt für Motorräder bis 50 ccm 16 Jahre und für Motorräder mit mehr als 50 ccm 18 Jahre. Im Führerausweis wird kein entsprechender Eintrag vorgenommen. 14.03.2013

  • Was ist im Zusammenhang mit privaten Lernfahrten zu beachten?

    Der Erfolg bei privaten Lernfahrten ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Deshalb können auf diese Frage verschiedene Antworten zutreffen. Handelt es sich bei der Begleitperson, um eine Person, welche ihre eigene Fahrweise hinterfragt und sich stets bemüht, ihre Fahrweise den heutigen Anforderungen anzupassen, oder sich sogar professionell weiterbildet, so dürften die Chancen für eine erfolgreiche Lernfahrt eher gross sein. Eine Begleitperson muss in der Lage sein, dem Fahrschüler / der Fahrschülerin die Möglichkeit zu geben, die von der Fahrschule erhaltenen Anweisungen umzusetzen und die behandelten Themen zu vertiefen, ansatt ihn / sie von ihrem eigenen Fahrstil zu überzeugen. Falsche Anweisungen durch die Begleitperson oder falsche Angewohnheiten des Fahrschülers / der Fahrschülerin, wie beispielsweise eine falsche Lenktechnik, einhändiges Fahren, falsches Schalten, oder eine falsche Sitzeinstellung, welche durch die Begleitperson nicht frühzeitig bemerkt und korrigiert werden, können dazu führen, dass anlässlich der Fahrstunden viel Zeit dafür benötigt wird, um diese zu korrigieren. Oft entstehen auch, aufgrund einer nicht dem Ausbildungsstand angepassten oder gar nicht geplanten Route, schon bei Beginn der privaten Lernfahrt Probleme (Beispiel: Die Route führt über eine grössere Verzweigung, welche sich an einer leichten Steigung befindet, obwohl anlässlich der Ausbildung in der Fahrschule das Thema "Anfahren am Berg" noch nicht behandelt wurde). Weiter muss auch das Fahrzeug für Lernfahrten geeignet sein. Gemäss Gesetz muss die Handbremse durch die Begleitperson vom Beifahrersitz aus betätigt werden können. Es ist dabei zu beachten, dass das Betätigen der mechanischen Handbremse, während der Fahrt, meist nicht die erwartete Wirkung zeigt und das Fahrzeug zudem aus der Spur geraten kann. Das Bremsen mit der Handbremse kann nicht mit dem Betätigen der Fussbremse verglichen werden. Nicht zuletzt muss berücksichtigt werden, dass aufgrund der meist freundschaftlichen, partnerschaftlichen oder familiären Beziehung, zwischen Fahrschüler / Fahrschülerin und Begleitperson, anlässlich von Lernfahrten, schnell Konflikte entstehen können, welche zu gefährlichen Situationen führen können. Auch der Spass am Fahren und die Motivation gehen dadurch oft verloren. 14.03.2013

  • Wie wichtig ist es, dass die Fragen, welche bei Beginn der praktischen Führerprüfung gestellt werden, korrekt beantwortet werden?

    Die Antworten auf die gestellten Fragen geben dem Experten / der Expertin einen Eindruck darüber, ob sich der Kandidat / die Kandidatin anlässlich der Ausbildung mit dem Fahrzeug befasst hat und wie wichtig ihm / ihr die Funktionen sowie die Sicherheitseinrichtungen des Fahrzeuges sind. Zudem dienen diese Fragen auch als "Einstiegsgespräch" bevor die Prüfungsfahrt beginnt. Es ist deshalb wichtig, dass man nicht nur mit dem Fahrzeug fahren kann, sondern sich auch mit dem Fahrzeug vertraut macht. 14.03.2013

  • Welche Bedingungen muss eine Begleitperson für Lernfahrten erfüllen?

    Die Begleitperson auf Lernfahrten mit Motorwagen muss 23 Jahre alt, seit mindestens 3 Jahren im Besitz des entsprechenden Führerausweises und zum Zeitpunkt der Lernfahrt im Besitz des unbefristeten Führerausweises sein.

    Mitfahrer bei Lernfahrten von Kategorien, mit welchen Lernfahrten ohne Begleitpersonen durchgeführt werden dürfen (z.B. Kategorie A und A1), müssen diese Bedingungen nicht erfüllen. Die Mitfahrer müssen jedoch im Besitz des Führerausweises der entsprechenden Kategorie sein. 14.03.2013

  • Darf der Experte dem Prüfungskandidat / der Prüfungskandidatin, anlässlich der praktischen Führerprüfung, Anweisungen geben, welche verboten sind (beispielsweise "biegen sie nach links ab", obwohl dort z.B. ein Fahrverbot signalisiert ist)?

    Der Experte / die Expertin darf keine Anweisungen geben, welche dem Gesetz widersprechen. Er darf dem Kandidat / der Kandidatin jedoch beispielsweise den Auftrag erteilen, bei der nächsten Möglichkeit nach links abzubiegen, wobei der Kandidat / die Kandidatin ein allfälliges Abbiegeverbot oder ein Fahrverbot selbstständig erkennen muss. Weiter kann es vorkommen, dass nach einer Verzweigung beispielsweise ein Fahrverbot signalisiert ist. In diesem Fall wird vom Kandidat / der Kandidation eine frühzeitige Reaktion sowie eine entsprechende Lösung, beispielsweise die Frage, ob nach links oder nach rechts abgebogen werden muss, erwartet. 14.03.2013

  • Lohnt es sich noch, die 2-Phasen-Kurse zu absolvieren?

    In letzter Zeit häufen sich die Gerüchte im Zusammenhang mit den 2-Phasenkursen. Die Einführung der so genannten 2-Phasen-Ausbildung ist bereits knapp 10 Jahre her (01.12.2005). Es liegt auf der Hand, dass ein System nach einer gewissen Zeit überprüft und eine Bilanz gezogen werden muss. Nicht zuletzt auch im Zusammenhang mit OPERA-3 (Optimierung der ersten Ausbildungsphase und Prüfung der Übernahme der dritten Führerscheinrichtlinie der EU) ist in naher Zukunft mit gewissen Änderungen zu rechnen. In den Medien wurde das Thema 2-Phasen-Ausbildung heiss diskutiert. Immer wieder kursieren sogar Gerüchte, dass die 2-Phasenkurse abgeschafft werden und es tauchte schon mehrmals die Frage auf, ob es sich überhaupt noch lohnt, die Kurse zu besuchen. Eine Abschaffung der 2-Phasenkurse ist sehr unwahrscheinlich. Zudem würde eine Abschaffung - genau so wie die Einführung - mit einem Stichtag, mit Bezug auf die Einreichung des Gesuches, geregelt. Das Abwarten eines Entscheides, in der Hoffnung, dass die Kurse, durch eine/n aktuelle/n Inhaber/in eines Führerausweises auf Probe, nicht mehr absolviert werden müssen, ist daher nicht zu empfehlen. 20.09.2015